Aktuelles Projekt
Die Schulen an einen Tisch
Die Schulen an einen Tisch
Zehnter Ausbildungstag der drei Eifelkommunen findet im Berufskolleg Simmerath statt. Junge Leute können sich bei den Betrieben direkt informieren.
Nordeifel. Ein kleines Jubiläum kommunaler Kooperation zum Wohle der Nordeifeler Jugend wie auch der Betriebe gleichermaßen kann gefeiert werden: Die Stadt Monschau und die Gemeinden Roetgen wie Simmerath laden am Donnerstag, 29. April, in der Zeit von neun bis 14 Uhr, zum zehnten Ausbildungstag ein.
Er wird diesmal in den Räumen des Berufskollegs Simmerath der Städteregion Aachen (Im Römbchen) stattfinden. Die erste Börse zur Begegnung von Angebotsvielfalt des Lernens und Leistens mit Schulabsolventen vor dem Eintritt ins Berufsleben wurde im Jahr 2001, ebenfalls in Simmerath, veranstaltet. Seitdem wechselt der Veranstaltungsort zwischen den drei Kommunen.
Ziele und Inhalte
Im Rahmen eines Pressegespräches stellten im Berufskolleg deren Leiterin Ingrid Wagner, Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, Projektkoordinatorin Brigitte Jansen ( von der Gemeinde Simmerath), Dr. Birgit Lahaye, Ressort Öffentlichkeitsarbeit des Berufskollegs, und Karin Hoffmann, Personalleiterin der Firma Otto Junker, Ziele und Inhalte des Ausbildungstages vor. Er steht unter dem Motto: „Clever gedacht - Ausbildung gemacht!"
Bürgermeister Hermanns („Eine tolle Sache, das Berufskolleg ist als Plattform absolut prädestiniert") berichtete, ihm sei es ein großes Anliegen, die positiv angenommene Veranstaltung zu weiterer nutzbringender Zusammenarbeit zu nutzen: „Ich möchte das BGZ, das Berufskolleg und die Hauptschulen Simmerath und Monschau an einen Tisch bringen mit dem Ziel, künftig noch mehr gemeinsame Interessen auszuloten und zu wahren." Desweiteren, so Hermanns, befinde er sich im intensiven Gesprächen mit Karl-Heinz Lambertz, Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, um möglichst demnächst auch Kommunen aus Ostbelgien als Partner ihrer Nordeifeler Nachbarn zu gewinnen.
Auch Kollegchefin Wagner unterhält bereits nützliche und grenzüberschreitende Kontakte. Karin Hoffmann vom „Projektpartner" Junker teilte mit, dass das Lammersdorfer Gießereiunternehmen und weltweit aktiver Industrieofenbauer derzeit 29 Lehrlinge, in technischen Berufen wie zu Industriekaufleuten, ausbilde.
Über 800 junge Besucher
Neun Schulen der Region - von der Eicherscheider Förderschule, über die Monschauer Realschulen, bis zum Vossenacker Franziskus-Gymnasium - haben ihre Teilnahme bereits fest zugesagt. Diese Unterrichtsstätten meldeten inzwischen über 800 Jungen und Mädchen, die sich wahlweise und nach Bedarf mit ihren achten, neunten oder zehnten Klassen, im Rahmen einer Schulveranstaltung die Betriebe näher ansehen und informative Gespräche führen können.
„Wir wünschen uns recht viele Auszubildende als Ansprechpartner für den interessierten Branchennachwuchs auf den Ausstellungsständen der Betriebe", sagt Ingrid Wagner.
Die Einladungen an die Unternehmen sollen diesen Tagen verschickt werden.
Im Schnitt waren in den Vorjahren 50 ausbildungsbereite Firmen präsent. Neuzugänge sind hoch willkommen! Brigitte Jansen nimmt Anmeldungen gern entgegen ( 02473/607- 140, Fax 607-100). Sie stellt klar, „dass selbstredend auch Eltern willkommen sind, idealer Weise, wenn dann gerade auch die Klassen ihrer Kinder das Berufskolleg besuchen". Der Ausbildungstag 2011 soll in Roetgen stattfinden. (M. S.)
Top-Thema
01.02.2010
Infotag am 31. Januar in Stolberg war ein voller Erfolg
Bei sonnigem Winterwetter fanden viele Interessenten den Weg zum Berufskolleg in Stolberg. Fragen zu den Bildungsgängen und zu den persönlichen Entwicklungschancen konnten bei Beratungsgesprächen geklärt werden. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, auch einen Blick in Labore, Werkstätten und Rechnerräume zu werfen.
Top-Termin / nächste Veranstaltung
09.02.2010, 19:00 Uhr
Ort: Simmerath und Stolberg
09. Februar 2010 Sprechtag von 19:00 bis 21:00
Medienspiegel
Das Berufsgrundschuljahr am Berufskolleg Simmerath verbessert die Aussichten auf einen Ausbildungsplatz (II)
Neue Fächer und mehr Qualifikation
Das Berufsgrundschuljahr am Berufskolleg Simmerath verbessert die Aussichten auf einen Ausbildungsplatz (II)
Simmerath. Längst nicht immer ist nach Erlangung des Hauptschulabschlusses der berufliche Werdegang klar vor Augen oder gar eine Ausbildungsstelle in Sicht. Für diese Schüler führt der direkte Weg häufig ins Berufskolleg nach Simmerath.
Das hier angebotene Berufsgrundschuljahr (BGJ) bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten des Berufseinstieges, zumal die Angebotspalette am Standort Simmerath jetzt noch erweitert worden ist.
Zwischen Hauswirtschaft, Kraftfahrzeugtechnik und Verkehr, Metalltechnik sowie Wirtschaft und Verwaltung haben die Schüler die Auswahl. Und noch eine Besonderheit bietet das BGJ: Die Schüler können hier neue Unterrichtsfächer kennenlernen und möglicherweise damit auch neue Fähigkeiten entdecken.
„Das Berufsgrundschuljahr ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich weiter zu qualifizieren und sich zu orientieren", sagen übereinstimmend Manfred Esser, Koordinator für die Bereiche Metalltechnik und Hauswirtschaft sowie Christina Hirsch als Koordinatorin für Wirtschaft und Verwaltung.
„Die Schüler erlernen Grundfähigkeiten in einem umfangreichen praktischen Unterricht", wissen die beiden Lehrkräfte. Auch haben sie die Erfahrung gemacht, dass dies „einen großen Vorteil gegenüber anderen Schulabgängern darstellt." In vielen Betrieben sei gerade diese Erweiterung der praktischen Fähigkeiten gefragt.
Viele Hauptschüler nutzten zudem die mit dem Berufsgrundschuljahr verbundene Chance, um den 10b-Abschluss nachzulegen. Die damit erlangte Fachoberschulreife ermöglicht dann Sprung auf die nächste Stufe, die Höhere Handelsschule oder die Fachoberschule für Gesundheit Soziales, aber auch ist es oft schon allein die neue Umgebung und das neue Fächerangebot, dass bei manchen Schülern zu ihrer eigenen Überraschung neue Motivation und Fähigkeiten weckt.
Dass die Schule zudem die BGJ-Zeit nutzt, den Schülern bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu helfen, macht das Jahr zwischen Hauptschule und Berufsbeginn nicht zu einer Wartephase sondern zu einem viel versprechenden Einstieg in die berufliche Zukunft.
Die Bereitschaft zur Mitwirkung wird bei den Schülern allerdings vorausgesetzt.
Dazu bedarf es der so genannten „Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und soziales Verhalten.
Noch haben die Kandidaten für das BGJ Zeit zum Überlegen: Nach der Erhalt der Halbjahreszeugnisse ist im Laufe des Februars die Anmeldung möglich. (P. St.) (wird fortgesetzt)






