Kultur

Aspekte der kulturellen Bildung im Berufskolleg Simmerath/Stolberg

(Auszüge aus dem Schulprogramm)

 

Kulturelles Leben - kulturelle Aktivitäten

Am Berufskolleg Simmerath/Stolberg wird es als eine besondere Aufgabe angesehen, für kulturelle Inhalte und Aktivitäten zu motivieren. Dies impliziert die Begegnung mit Künstlerinnen und Künstlern sowie außerschulischen Kulturinstitutionen.

 

Kunst und Kultur in der Fachschule für Sozialpädagogik

So finden im Bildungsgang „Fachschule für Sozialpädagogik“ zusätzlich zu den curricularen Inhalten „Musisch-kreative Gestaltung“ weitere Kulturaktivitäten statt, bei denen die Studierenden von Künstlerinnen und Künstlern  viel über unterschiedliche kulturelle Aspekte lernen und dieses Wissen eigenständig für sich und ihre berufliche Ausbildung umsetzen können.

Die Kulturelle Werkwoche ist ein einmaliges und ungewöhnliches Angebot während der Ausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik. Die Studierenden erleben eine kreative Werkwoche, die ihre Phantasie und Ausdrucksfreude in den Mittelpunkt dieses „Kultur-Selbstlern-Unterrichts“ stellt.

Im Rahmen ihrer Ausbildung besuchen die Schülerinnen und Schüler bzw. Studierenden regionale Museen, in denen sie aktuelle Ausstellungen besichtigen und sich dabei mit zeitgenössischer Kunst und Kunstgeschichte sowie Aspekten zur museumspädagogischen Arbeit auseinandersetzen.

Für die Studierenden zur Staatlich anerkannten Erzieherin/ zum Staatlich anerkannten Erzieher stellt es eine besondere Herausforderung dar, ihre entstandenen Arbeiten im (halb-)öffentlichen Schulraum zu zeigen, sie auszustellen. Es kostet Überwindung, da Arbeiten, die im öffentlichen Bereich gezeigt werden, generell auch kommentiert oder beschädigt werden können. Aspekte von Loslösung, Stolz und Besitzanspruch stehen hier ebenfalls zur Diskussion und bilden somit Ansatz für weitere Lerninhalte.

Die ausgestellten Arbeiten werden von Mitstudierenden und Unterrichtenden wahrgenommen und sind Dokumente eines individuellen Entwicklungsprozesses. Die Studierenden entwickeln ein grundlegendes Verständnis für die pädagogische Bedeutung, auch Arbeiten von Kindern/Jugendlichen auszustellen, die in Kindergärten, Offenen Tagesstätten bzw. anderen Institutionen der Jugendarbeit angefertigt werden.

Die Studierenden nehmen Gestaltungsarbeiten als Herausforderungen an, präsentieren eigene Ausstellungen und lernen, andere Arbeiten zu respektieren.

Die Präsentation von Studierenden-Arbeiten im allgemeinen schulischen Kontext, d.h. in den Fluren, Klassenräumen etc. dient auch einer zeitgemäßen ansprechenden Gestaltung des Ausbildungsortes Schule und soll allen Schülerinnen und Schülern bzw. Studierenden visuelle Anregung bieten.

 

Förderung von Kunst, Kultur und Darstellendem Spiel

Ein Teil unseres kulturellen Selbstverständnisses ist die Organisation und Durchführung von Theater- und Konzertveranstaltungen in der Schule mit unterrichtlicher Aufarbeitung.

Wir organisieren Besuche von Theaterveranstaltungen im Raum Aachen mit Blicken hinter die Kulissen, Kontakten, Gesprächen und Auswertungen durch Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen und andere Künstler. Dazu finden auch Kooperationen und Theaterveranstaltungen statt mit außerschulischen Partnern zu spezifischen und schülerrelevanten Themen mit künstlerischer und didaktischer Aufbereitung oder auch verknüpft mit berufsspezifischen Themen, Inhalten und Methoden.

Für Schülerinnen und Schüler bzw. Studierende oder Lehrerinnen und Lehrer werden Workshops, Fortbildungen und Wochenendworkshops im Bereich Theater angeboten bzw. durchgeführt in Kooperation mit außerschulischen Partnern und Referenten aus den Bereichen Theater, Musik und Film.

Im Darstellenden Spiel werden über berufsrelevante Fragestellungen hinaus grundlegende soziale und personale Kompetenzen ausgebildet und erweitert, die eine persönlichkeitsbildende Funktion haben.

Die Kulturarbeit der Schule nimmt in besonderen Aspekten auch soziokulturelle Aspekte in den Blick, indem beispielsweise  und freiwilligen Arbeitsgemeinschaften oder Projekten auch Umgangsformen und Verhaltensmuster in kulturellen Kontexten vermittelt und eingeübt werden.

 

Literaturprojekt in der Mittelstufe der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten

Seit einigen Jahren wird in der Ausbildung der Medizinischen Fachangestellten in der Mittelstufe statt des einmalig geforderten Umgangs mit dem Deuten literarischer Texte (meist Kurzgeschichten) ein fächerübergreifendes Projekt (Deutsch, Politik, Religion) durchgeführt. Als Ausgangspunkt dient nach Wahl ein vorgegebener oder selbst ausgesuchter literarischer Text, mit dem sich die Schülerinnen kreativ auseinandersetzen sollen. Selbstverantwortet gestalten sie in der vorgegeben Zeit ein Produkt (Rollenspiel, Lied, Powerpoint-Präsentation, Gemälde, Collage, Skulptur etc.) , das ihren kreativen Umgang mit Sprache und Literatur wiederspiegelt. Die Weiterentwicklung sprachlicher Handkompetenz wird so in einen über den üblichen schulischen Umgang mit literarischen Texten hinausgehenden größeren kommunikativen Zusammenhang gestellt.

 

Internationale kulturelle Aspekte im Rahmen des europäischen Selbstverständnisses unserer Europaschule

Als Europaschule sind wir bemüht, auch in unserer kulturellen Arbeit europäische Themen und Aspekte zu integrieren, daran unsere Identität zu schärfen und ein interkulturelles Miteinander zu fördern und zu vertiefen.