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Jobstarter Connect Projekt KFZ-Starter - 2. Durchgang startet nach den Sommerferien

16.05.2010

Seit 01. Juli 2009 wird am Schulort Simmerath ein Projekt aus dem Jobstarter-Connect-Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt.

In diesem Projekt soll Jugendlichen durch eine geführte Überleitung von Schule in betriebliche Ausbildung eine größere Chance auf dem Arbeitsmarkt eröffnet werden. Gleichzeitig soll ausbildungswilligen Betrieben Hilfestellung bei der Auswahl Ihrer zukünftigen Auszubildenden geboten werden.

Eingebunden ist das Projekt in den Rahmen eines Berufsgrundschuljahres KFZ. Hier sollen fehlende Vorkenntnisse ausgeglichen werden, berufsrelevantes Vorwissen vermittelt und die Bausteine, die in einer dreieinhalbjährigen Ausbildung den Lernfeldern des 1. Ausbildungsjahres entsprechen, intensiv thematisiert werden.

Als Zielgruppe werden gemäß den Ausbildungsbausteinen des Förderprogrammes ausbildungswillige Haupt-, Sonder- oder Realschüler für den Beruf des KFZ-Mechatronikers angesprochen. Wegen gleicher Ausbildungsinhalte im 1. Ausbildungsjahr kann auch der KFZ-Servicemechaniker ohne weiteres integriert werden..

Die Anmeldezeit zur Teilnahme ist jeweils im Februar nach Erhalt der Halbjahreszeugnisse.


Im Projekt werden die Lernfelder des berufsfeldbezogenen Lernbereiches im Berufsgrundschuljahr durch die nachfolgend genannten Bausteine des Rahmenlehrplanes für KFZ-Mechatroniker/innen ersetzt.

Es handelt sich im Einzelnen um

Baustein 1 (Service und Wartung),
Baustein 2 (Demontieren, Montieren und Instandsetzen von Bauteilen und Baugruppen) und
Baustein 3 (Messen, Prüfen und Diagnostizieren sowie Instandsetzen von elektrischen/Elektronischen Systemen).

Die Einbindung der Maßnahme in ein Berufsgrundschuljahr hat den Vorteil, dass die Schüler neben einer beruflichen Grundbildung auch einen höher qualifizierenden allgemeinbildenden Abschluss erreichen können.

Da im Berufskolleg in Simmerath bereits seit Jahren KFZ-Servicemechaniker, KFZ-Mechatroniker, Zweiradmechaniker (1. Ausbildungsjahr) sowie Berufskraftfahrer ausgebildet werden, ist durch die umfangreiche Ausstattung der Schule und die Unterrichtsform des Laborunterrichtes die Vermittlung von komplexen Inhalten anschaulich durchführbar. So ist z.B. auf dem schuleigenen Leistungsprüfstand wie in einer Werkstatt die Diagnose von Steuergeräten durchführbar.

Die zeitliche Planung des Laborunterrichtes ist so angelegt, dass auftretende Fragen ohne den in einem Betrieb latent vorhandenen wirtschaftlichen Zeitdruck geklärt werden können.

Durch begleitete betriebliche Praktika soll die Theorielastigkeit einer rein schulischen Ausbildung vermieden und Nähe und Bezug zum Ausbildungsberuf und -betrieb geschaffen werden.

Während der Praktika kann festgestellt werden, ob die Schüler/innen die nötige Personen- und Fachkompetenz haben, es können Defizite identifiziert und ggf. ausgeglichen und somit die Ausbildungsreife erhöht werden.

Das Projekt selbst hat im Vorfeld eine breite Unterstützung durch Betriebe, Kammern und Nachbarschulen erhalten. Besondere Bedeutung hat hier die enge Kooperation mit der Kfz-Innung, die durch ihre Nähe zu den Betrieben das Projekt kritisch und konstruktiv begleiten wird.

Die Projektlaufzeit beträgt 3 Jahre, die einzelnen Maßnahmen jeweils 12 Monate.

 

 

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