Simmerath. Die „großen Ferien“ stehen bevor, und in den Schulen ist damit traditionell die Zeit des Abschieds gekommen. Auch am Berufskolleg Simmerath/Stolberg hieß es jetzt für 143 Schüler und Schülerinnen aus acht Fachklassen, Abschied zu nehmen.

In der mit rund 400 Gästen gefüllten Dreifachhalle in Simmerath wurde nach zwei bzw. drei Jahren dualer Ausbildung das Ende der Schulzeit eingeläutet. „Halleluja“ lautete das Motto der Abschiedsfeier – ein Freudenruf mit doppelter Bedeutung, der auch zuvor den Gottesdienst in der Pfarrkirche Simmerath geprägt hatte.

Die von Sarah Philippengracht moderierte Abschlussfeier, die vom „Maastricht Jazz Trio“ musikalisch begleitet wurde, war für Schulleiterin Ingrid Wagner auch eine gute Gelegenheit, das „gute Klima“ am Berufskolleg Simmerath herauszustellen, „das die Freude am Lernen ermöglicht“. Sie bescheinigte den Schulabsolventen, dass diese stolz auf ihre Leistung sein dürften. „Sie sind für unsere Bildungsregion die dringend benötigten Fachkräfte der Zukunft.“ Aber auch die Schule selbst habe während des vergangenen Schuljahres im Rahmen einer Qualitätsanalyse eine Prüfung ablegen müssen. Freudig verkündete Ingrid Wagner, dass das Berufskolleg Simmerath dabei „hervorragend“ bewertet worden sei. Und die Entwicklung geht weiter: So werde zum nächsten Schuljahr am Berufskolleg Simmerath/Stolberg im Rahmen der Erzieherausbildung das neue Lernmodell der praxis-integrierten Ausbildung erprobt. Damit werde nicht nur nach dreieinhalb Jahren ein Bachelor-Abschluss ermöglicht, die Schüler hätten zudem die Chance, schon während Ausbildungszeit im angestrebten Beruf ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. „Seien sie mutig und gehen sie ihren Weg“, gab die Schulleitern den Absolventen mit auf den Weg.

Auch im Namen der anwesenden politischen Vertreter, stellvertretender Städteregionsrat Axel Wirtz und Helmut Mulorz als stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Roetgen, rückte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns die Bedeutung des Berufskollegs als Bildungseinrichtung für die Region in den Blickpunkt. Die Abschlussfeier 2019 zeige besonders deutlich, wie wichtig der Schulstandort für Simmerath und die die gesamte Eifelregion sei. Hier würden aktuell insgesamt rund 600 Schüler unterrichtet. An die Schulabsolventen gerichtet meinte Hermanns, dass das Berufskolleg ein solides Fundament für eine vielversprechende berufliche Zukunft gelegt habe. „Ihnen stehen viele Möglichkeiten offen“, sagte Hermanns, denn gerade jetzt seien in Deutschland Fachkräfte gefragt wie nie zuvor. Der Simmerather Bürgermeister lobte aber auch die innovativen Überlegungen der Schulleitung und des gesamten Lehrerkollegiums, um die Attraktivität des Berufskollegs mit neuen Angeboten in der Berufsbildung stetig zu erhöhen.

Sie sind für unsere Bildungsregion die dringend benötigten Fachkräfte der Zukunft.“

Dann folgte der entscheidende Moment, als die Schulabsolventen ihre Abschlusszeugnisse von den jeweiligen Klassenlehrern erhielten. Für jeden gab es zusätzlich eine Rose und auch lautstarken Beifall. (P.St.)

Insgesamt 143 Schüler und Schülerinnen wurden jetzt am Berufskolleg Simmerath entlassen: Bei der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen waren es 40 Absolventen; bei der Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung 45, bei der einjährigen Berufsfachschule für Wirtschaft 20, bei der Fachschule für Sozialwesen und Sozialpädagogik 22, bei der Berufsfachschule für Kinderpflege sechs und bei der Berufsfachschule und Berufsvorbereitung zehn.

 

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