Reduce, Reuse und Recycling,

das waren die Schlagwörter des multimedialen Vortrags zum nachhaltigem Umgang mit Ressourcen am Berufskolleg Simmerath-Stolberg.

Die Rohstoffe, die wir täglich nutzen und in Unmengen verbrauchen sind trotz aller Wunschvorstellungen begrenzt! Doch ist es den Menschen im Alltag wirklich bewusst?

Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, veranstaltete die Multivision e.V. in Zusammenarbeit mit dem Berufskolleg am 09.11.18 eine Doppelstunde (90 Minuten) zu bestimmten Schwerpunktthemen im Bereich der Umwelt. Das Thema der Ressourcenverschwendung wurde mit konkreten Fakten dargelegt, mit uns Schülerinnen und Schülern spielerisch durch Interaktion erörtert und durch ein abschließendes Video bildlich dargestellt.

Nicht alle Menschen haben durch die Ausbeutung Vorteile! Das wurde uns Schülerinnen und Schülern bildhaft bewusst gemacht, als uns die Anteile von arm und reich auf der Erde dargestellt wurden. Wir leihen uns Ressourcen nicht aus, weder von Entwicklungsländern noch von Mutter Natur. Wir verschwenden sie stattdessen! Um alle Menschen global gleichermaßen zu versorgen, ist es unvermeidlich, dass die Bevölkerungen der Industrieländer ihren Ressourcenverbrauch zurückschrauben. Diese Aussage des Referenten Jonas Laß war vielen zwar bereits bekannt, doch bis dato nicht wirklich vor Augen geführt worden.

Keine Schuldzuweisungen!

Während des Vortrags war einer der wichtigsten Aspekte, dass wir alle nicht bewusst unsere Umwelt schädigen. Der verschwenderische Lebensstil wurde durch ein ausreichendes Angebot der Großindustrie zur Normalität. Dementsprechend liegt es an uns, den Schülerinnen und Schülern, das zu ändern.

 

Was können wir dagegen tun?

Diese Frage warf Herr Laß erwartungsvoll in den Raum. Und enthusiastisch kamen durch das Zutun von uns Schülerinnen und Schülern viele nützliche Vorschläge zusammen.

Reduce: Weniger verbrauchen, indem nur (neue) Sachen gekauft werden, wenn diese wirklich gebraucht werden. Eines der genannten Beispiele der Schülerinnen und Schüler war, das vor allem bei unserer Generation beliebte Smartphone. Meist wird ein neues Gerät gekauft, obwohl das genutzte weder beschädigt noch unbrauchbar ist, nur um das neueste Modell zu besitzen. Doch muss das wirklich sein?

Reuse: Ähnlich gute Vorschläge gab es ebenfalls zum Thema Wiederverwertung. Überraschenderweise fanden selbst einige meiner Schulkameraden, dass es oft nicht notwendig ist, Produkte direkt vom Fließband zu bestellen, sondern Gebrauchtwaren, die von Vorbesitzern gut behandelt und gepflegt wurden und ebenso gut funktionieren!

Recycle: Recycling ist vielen ein Begriff, doch wissen viele nicht, was genau damit gemeint ist. Dieser Umstand wurde durch eine ausführliche Erklärung von Herrn Laß zumindest bei uns Schülerinnen und Schülern geändert. Indem die fertigen Produkte, z.B. Autos, in ihre Bestandteile und Rohstoffe zerlegt und wiederverarbeitet werden, müssen keine neuen Ressourcen abgeschöpft werden. Dank des Vortrags sehen bestimmt viele von uns Schülerinnen und Schülern Recyclingpapier mit anderen Augen. Doch hatte Herr Laß eine beachtliche Problematik angesprochen und zwar, dass die von der Industrie hergestellten Produkte nicht darauf ausgelegt sind, wiederverwertet zu werden. Das bewährte Beispiel ist hierzu wieder einmal das Smartphone. Die Bestandteile sind so komplex, dass ein Wiederverwerten meist nicht möglich ist!

Fazit: Über die Effektivität solcher Veranstaltungen lässt sich bekanntlich streiten, doch hat jeder von meinen Mitschülerinnen und Mitschülern inklusive mir etwas zum Thema Ressourcenverbrauch dazugelernt. Entsprechend waren die Denkanstöße der Multivision e.V. ein kleiner jedoch wichtiger Schritt in Richtung einer besseren Welt. Ich hoffe und glaube, dass es sich meine Mitschülerinnen und Mitschüler zu Herzen nehmen werden.

 

Von: Martin Remy CT85

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