AACHEN. Die Zeiten für Sparfüchse sind vorbei, und die Zinsen sind (fast) bei null. Vielleicht umso mehr ein Grund, sich mit dem Thema „Börse“ möglichst früh vertraut zu machen. Das bereits zum 35. Mal veranstaltete „Planspiel Börse“ war nicht nur für Schülerinnen und Schüler eine gute Chance, durch simulierten Wertpapierhandel wirtschaftliche Grundkenntnisse und Börsenwissen zu vertiefen.
 
„2017 war ein sehr erfolgreiches Jahr beim Planspiel Börse“, freute sich Wilfried Nellessen, Vorstandsmitglied der Sparkasse Aachen. „In unserer Region gingen 149 Schülerteams, 42 Studenten, 14 Lehrerteams, 23 Azubiteams, sowie 85 Mitarbeiterteams der Sparkasse Aachen an den Start. Das sind mehr Teams als je zuvor!“ Darüber hinaus stammt das einzige Journalistenteam aus dem Rheinland, die „Oecher Daxe“, wie der Name schon verrät, aus Aachen. „Nicht nur, dass wir das erste Mal ein Journalistenteam an den Start geschickt haben, die beiden haben auch noch den Bundessieg in der Nachhaltigkeitswertung geholt“, sagte Nellessen stolz. AZ-Mitarbeiterin Svenja Pesch, die stellvertretend für sich und ihren Kollegen – AZ-Fotograf Andreas Steindl – Urkunde und Sachpreise entgegennahm, freute sich sehr über den Sieg.
 
Strahlende Gesichter konnte man auch bei der Siegerehrung der Schülerteams sehen: Das Team „SKlatio“ vom Pius-Gymnasium feierte sich und Lehrer Ralf Hillemacher für den ersten Platz. Mit einem Depotwert von 59 364,71 Euro erwirtschafteten die Schüler im Spielzeitraum rund 4000 Euro mehr als das Gewinnerteam im Vorjahr. „Sie haben 19 Prozent plus gemacht – und das ohne Zinsen! Das ist eine tolle Leistung“, beglückwünschte sie Nellessen und übergab Urkunde und 500 Euro Siegesprämie.
 
Doch nicht nur in Aachen, auch im Rheinland belegte „SKlatio“ den ersten Platz; im bundesweiten Wettkampf schafften sie es auf den dritten Platz. Anfang März fährt das Team deshalb zur Bundessiegerehrung nach Frankfurt. Obendrauf gab es für das Pius-Gymnasium den Schulpreis – in Form eines Aktionstages zur finanziellen Bildung.
 
Platz zwei und ein Preisgeld von 300 Euro ging an das Team „Belfras“ unter Leitung von Oliver Bellefroid vom Berufskolleg Stolberg. Erst auf den letzten Metern wurde das Team von „SKlatio“ überholt. Es sei zwar schade, weil sie so lange geführt hätten, aber sie würden sich trotzdem über den zweiten Platz freuen, hieß es bei der Siegerehrung.
 
Den dritten Platz und damit 200 Euro Belohnung ergatterte das Team „Les Maîtres du Brongniart“ mit Lehrer Wilfried Weitz vom Heilig-Geist-Gymnasium in Würselen. Alle drei Teams sind unter den Top Ten im Rheinland und werden am 6. März beim Rheinischen Sparkassen- und Giroverband (RSGV) in Düsseldorf erneut geehrt. In der Nachhaltigkeitswertung belegte das Schülerteam „Finanzboyz mit z am Ende“, ebenfalls unter der Leitung von Oliver Bellefroid vom Berufskolleg Stolberg, den ersten Platz.
 
Die besten drei Studenten waren Maximilian Kehr (erster Platz), Carsten Holst (zweiter Platz) und Kira Janßen (dritter Platz). Und auch im Studentenwettbewerb wurde ein Sonderpreis für die Gewinnerwirtschaftung bei nachhaltigen Unternehmen vergeben. Steven Bauer von der RWTH Aachen hatte dabei die Nase vorn und holte sich das Preisgeld von 400 Euro.
 
Den ersten Platz unter den Auszubildenden der Sparkasse Aachen belegte das Team „BaGeWe“ mit Jannis Baumgärtner, Maurice Gebauer und Jannis Westhoff. In der Nachhaltigkeitswertung siegte das Team „Redhornet“ mit Olga Maser, Anna Zander und Daria Krauter.
 
Beim Lehrerwettbewerb siegte erneut Oliver Bellefroid vom Berufskolleg Stolberg. Ein Damenteam vom Pius-Gymnasium hatte beim Thema Nachhaltigkeit die Nase vorn.
 
Nächste Auflage im Herbst
Das nächste Planspiel Börse startet im Herbst. „Wer sich vorher erneut in einem Teamwettbewerb unter Beweis stellen möchte, kann dies beim ‚Deutschen Gründerpreis für Schüler 2018‘ machen“, sagte Nellessen. Dabei geht es um die Planung einer fiktiven Geschäftsidee, die zum Schluss von einer Jury bewertet wird. Bewerbungsschluss ist der 22. Februar. Teilnehmen dürfen alle Schüler ab 16 Jahren von weiterführenden Schulen und Berufsschulen in der Städteregion.

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