Simmerath. Draußen Sonnenschein und innen in der neuen Ausbildungshalle für Berufskraftfahrer am Berufskolleg der Städteregion Aachen in Simmerath bei der Einweihungsfeier am Freitagnachmittag nur strahlende Gesichter einer großen Gästeschar aus Wirtschaft, Handwerk und Politik. Grund zur Freude gab es allemal, da es sich bei dem Einweihungsobjekt um die erste Halle dieser Art an einem Berufskolleg in ganz Deutschland handelt. Kein Wunder, dass Schulleiterin Ingrid Wagner schon vor der offiziellen Schlüsselübergabe mit großer Freude von einem „guten Projekt“ sprach, allen Politikern und Architektin Ruth Hermanns ein großes Dankeschön sagte sowie in Richtung von Städteregionsrat Helmut Etschenberg festhielt: „Er war sicherlich ein großer Unterstützer zu diesem Hallenprojekt.“

Wie Etschenberg hervorhob, werden die rund 210 Schülerinnen und Schüler in der neuen Ausbildungshalle künftig deutlich bessere Möglichkeiten während ihrer dreijährigen Ausbildung geboten. Kalte Füße werden die Azubis dort im Übrigen auch nicht bekommen, da es eine Fußbodenheizung gibt. Der Städteregionsrat zeigte sich „fasziniert“ von dem Geschaffenen, betonte, dass Zeit- und Kostenrahmen eingehalten worden seien, und hob im Hinblick auf die Bedeutung des Transportgewerbes die Wichtigkeit einer qualifizierten Ausbildung der Berufskraftfahrer hervor. Zum Standort des Berufskollegs in Simmerath wies er darauf hin, dass dort bereits 1980 die ersten Berufskraftfahrer ausgebildet wurden, und hielt abschließend fest: „Diese neue Halle übernimmt eine Vorreiterrolle.“

Erste Forderungen nach einer neuen Ausbildungshalle waren schon 2011 gestellt worden, da die Zahl der Berufskraftfahrer ständig gestiegen war. Wie Ingrid Wagner erläuterte, sei die Umsetzung dann aber zunächst einmal an der zuerst angedachten Größe des Komplexes gescheitert, bevor der jetzige Kompromiss gefunden wurde.

„Diese neue Halle übernimmt eine Vorreiterrolle.“

Helmut Etschenberg, Städteregionsrat

Claudia Wiemann von der Bezirksregierung Köln gehörte gleichfalls zu den Gratulanten bei der Eröffnungsfeier. Sie freute sich, „dass die Städteregion das Berufskolleg auf diese Art und Weise unterstützt hat, um den Standort Simmerath zu stärken“.

In seiner Laudatio sprach Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns zum Berufskolleg von „einer der wichtigsten Einrichtungen in Simmerath und dem gesamten Eifelbereich“. Als Geschenk an Schulleiterin Wagner, die Hermanns als „Glücksfall für die Schule und die Gemeine Simmerath“ bezeichnete, hatte er für die neue Halle eine Funkwetterstation dabei, die er auch als Zeichen des guten Klimas zwischen Gemeinde und Berufskolleg verstanden wissen wollte. Gleichzeitig dankte er der Städteregionsverwaltung, die das Hallenprojekt nach vorne getrieben hat. „Der Erfolg hatte viele Väter und Mütter“, meinte Hermanns, der zudem ausdrücklich den stellvertretenden Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck für sein großes Engagement in dieser Sache dankte.

Weitere Investitionen angeregt

Gleichzeitig ermunterte Hermanns augenzwinkernd die Städteregion zu weiteren Investitionen in das Simmerather Berufskolleg: „Wenn dieses Berufskolleg mit über 600 Schülern aus allen Nähten platzt, dann müssen wir uns da schon Gedanken machen.“

Nach dem offiziellen Teil der Eröffnungsfeier gab es in der neuen Ausbildungshalle freundlichen Small Talk bei Sekt, Bier, Flammkuchen und Häppchen.(ani)

 

Fotogalerie