Spaß, Abenteuer, Freude, Kameradschaft und schöne Erinnerungen. Müsste ich die Skifahrt mit ein paar wenigen Worten beschreiben, so wären dies die Worte meiner Wahl. Genau wie jeder andere aus meiner Klasse, war auch ich sehr aufgeregt, als der Tag der Abreise nun endlich vor der Tür stand. Es schwirrten einem Fragen durch den Kopf wie: „Habe ich auch an alles gedacht?“, „Wie hoch werden die Berge wohl sein?“, „Werden wir gute Skilehrer haben?“, „Wird die Stimmung gut sein?“. Wie die Stimmung sein würde, erfuhren wir schon im Bus. Kaum saßen wir fünf Minuten auf unseren Plätzen, schon machte sich eine Hochstimmung breit, dass man nun endlich auf dem Weg ist. Man hörte zusammen Musik, man tauschte Witze und Snacks aus, bis tief in die Nacht. Als dann zu den frühen Morgenstunden die meisten aufwachten, bot sich uns nach kurzer Zeit ein atemberaubendes Panorama. Wir waren umgeben von Bergen, deren Gipfel mit zuckerweißem Schnee bedeckt waren. Einige Gipfel konnte man aufgrund des Nebels, der sie umhüllte, gar nicht sehen. Und da wurde es uns allen bewusst. Nicht mehr lange und wir werden oben auf den Gipfeln sein. Vorfreude, aber diesmal auch Respekt durchdrang uns alle. Als wir am Hotel ankamen, bezogen wir erst unsere Zimmer und machten uns dann daran, die kleine, idyllische Ortschaft „Zell am Ziller“ zu erkunden. Nachdem wir uns vom Charme der Ortschaft überzeugt hatten, verbrachten wir den Rest des Tages in Vorfreude auf den Nächsten, denn wir wussten, dass es morgen endlich nach oben geht. Als wir am nächsten Morgen in den Liften saßen, erlebten wir den nächsten unvergesslichen Moment. Über den Liften war eine Nebelwand. Als wir diese passierten, sahen wir über uns nichts als blauen Himmel und weiße Berge. Ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Oben wurden uns dann erst die Basics vom Ski- und Snowboard- fahren beigebracht. Danach wurden die ersten Versuche unternommen, die Piste runterzukommen. Am Anfang war dies noch mit einigen Stürzen verbunden, aber von Tag zu Tag lernte man immer mehr und traute sich immer mehr zu und je mehr man lernte und sich traute, umso mehr Spaß machte es. Das Gefühl mit einer großen Geschwindigkeit den Berg runterzufahren, dabei den Wind im Gesicht zu spüren und all seine Sinne auf Hochleistung zu haben, war ein Gefühl, dass schwer zu beschreiben ist. Das muss man einfach selbst erleben! Aber der Ausflug hielt mehr als nur das bereit. Wir besichtigten eine Sennerei, in der wir einiges über die Herstellung von Naturprodukten lernten und wir statteten den örtlichen Termen einen Besuch ab, wo sich alle nach den anstrengenden Tagen auf der Piste erholen konnten.

Aber es gab auch Erlebnisse, die uns sehr erschrocken hatten. So brach sich eine unserer Mitschülerin bei der Abfahrt leider ein Bein. Doch davon ließen wir uns nicht runterziehen, im Gegenteil, es zeigte sich eine unglaubliche Kameradschaft in der Klasse und wir scheuten am nächsten Tag keine Mühen, um besagte Mitschülerin im Krankenhaus zu besuchen. Selbst aus den negativen Erlebnissen, zog man so noch positive Erfahrungen.

Zum Schluss bleibt eigentlich nichts anderes zu sagen, als dass der Ausflug jeden von uns mit schönen Erinnerungen und spannenden Geschichten wieder nach Hause geschickt hat. In diesem Sinne möchte ich mich bei den begleitenden Lehrkräften und meinen Mitschülern bedanken. Jeder einzelne von euch war daran beteiligt, den Trip in die Berge so unvergesslich zu machen. Vielen Dank!

 

 

Artikel verfasst von:

Kevin Sigismund

Klasse GG55

Berufskolleg Simmerath/Stolberg

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