Ein Goldring, unzählige Walrossskelette und eine verfallene Kathedrale in Grönland. Fundstücke, die von einem Siedlungsexperiment der Wikinger  vom 10. bis zum 15. Jahrhundert mit offensichtlich tragischem Ausgang  zeugen. Anlass, um darüber nachzuforschen: Welche Bedingungen brauchen wir Menschen eigentlich, um zu (über-)leben?
Dieser Frage konnten die Studierenden der Klasse FS 59 der Fachschule für Sozialpädagogik (Teilzeit) am Samstag, den 29.10.2016 gemeinsam mit Frau Dr. Cornelia Voß und Herr Bernd Assenmacher vom Wissenschaftsladen Bonn nachgehen.
 Im Rahmen des Wahlfachunterricht zur ökologischen Bildung hatte Frau Wesselmann die Referenten des EU-Projektes "Expedition Grönland" zur praxisorientierten Vertiefung des Themas "Nachhaltigkeit" eingeladen. In dem länderübergreifenden Projekt zeigen der Wissenschaftsladen Bonn und seine Partner Schülerinnen und Schülern, welche Parallelen es zwischen unserer heutigen Umwelt- und Lebenssituation und der der Wikinger gibt. Klimawandel, Krieg und Veränderungen von Handelsbeziehungen beeinflussten das Leben der Wikinger damals - Parallelen zu heutigen globalen Herausforderungen liegen da auf der Hand.
Die Studierenden erschlossen sich anhand von faszinierenden Artefakten aus der Wikingerzeit, wie die Wikinger als Jäger, Ackerbauern und Händler in Grönland gelebt haben. In einem darauf folgenden Simulationsspiel wurden die alltäglichen Herausforderungen und dann der dramatische Überlebenskampf der Siedler erlebbar. Neben Auseinandersetzungen mit den Ureinwohnern, den Inuit, und Verschlechterung der Handelsbeziehungen muss eine kleine Eiszeit dazu geführt haben, dass die Siedler ihre Höfe aufgeben mussten. Materialien zum Klimawandel heute forderten die Studierenden heraus, Zusammenhänge zu erkennen, Fragen zu entwickeln und zu stellen. Der Vormittag schloss mit einer engagierten Debatte , welche Chancen der Einzelne hat, auf den Klimawandel zu reagieren.
30.10.16 Dorothee Wesselmann

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