LuPE - Entwicklung von Lehr- und Praxismaterial zur Naturwissenschaftlichen Bildung für die Erzieherausbildung

Wie können angehende ErzieherInnen kompetent und mit Freude naturwissenschaftliche Bildungsprozesse von Kindern im Elementarbereich begleiten? Das Deutsche Jungendinstitut, München, hat dazu im Rahmen des Projektes LuPE seit 2015 in Zusammenarbeit mit Lehrkräften aus den Bundesländern Bayern, Thüringen und Nordrhein-Westfalen, Vertretern aus Wissenschaft und Politik ein Konzept alltagsintegrierter naturwissenschaftlicher Bildung konkretisiert. Dazu sollen 2018 Lehr- und Praxismaterialien publiziert werden. Das umfangreiche Projekt konnte mit Mitteln der Deutschen Telekom Stiftung verwirklicht werden. Dabei sind auch Kolleginnen des BK Simmerath-Stolberg an der Entwicklung konkreter Unterrichtsmaterialien beteiligt (wir berichteten).

Disseminationsveranstaltung des Landes NRW am 27.10.16

Ergebnisse der ersten Projektphase wurden nun interessierten Lehrkräften aus ganz NRW, Vertretern der Schulministerien der beteiligten Bundesländer und VertreterInnen der Praxis im Rahmen einer eintägigen Workshop-Veranstaltung in Essen vorgestellt. Die breit gefächerten Beiträge der vier Berufskollegs gaben den rund 120 BesucherInnen einen guten Einblick in den breiten Ansatz des LuPE-Konzepts.

Für das BK Simmerath-Stolberg präsentierte Dorothee Wesselmann mit der Selbstlernphase zum Konzept der Lernwerkstatt eine ausgewählte Lernsituation der Fachschule für Sozialpädagogik.

 

Bildungsmomente entdecken - Lernumgebungen gestalten

Ein Beobachtungsauftrag im Elementarbereich lenkt den Blick auf das elementare Interesse, die Neugier und Kreativität der Kinder im Bildungsbereich Naturwissenschaften. Vielfach beginnt so – gemeinsam mit den Kindern - ein persönlicher Weg zu den Ursprüngen der Naturwissenschaften: Staunen und Fragen. In einem weiteren Schritt entdecken die Studierenden im Hantieren mit Alltagsmaterialien und bei der Beschäftigung mit alltäglichen Phänomenen vielfältige naturwissenschaftliche Bildungsmomente.

Aus diesen Beobachtungen und eigenen Erfahrungen heraus gestalten sie daraufhin Lernumgebungen zu verschiedenen naturwissenschaftlichen Themenfeldern. In einem nächsten Schritt experimentieren die Studierenden neugierig und kreativ und entwickeln gemeinsam die Lernumgebung weiter.

 

Eine Dokumentation der Arbeit der Studierenden in den Lernwerkstätten und ausgewählte Reflexionsbeiträge stießen auf großes Interesse der TeilnehmerInnen. Anhand ausgewählter Alltagsmaterialien konnten sie Lernwege der Studierenden nachvollziehen. Post-Its boten die Möglichkeit, Thesen und Aufgabenstellungen des Vortrags von Frau Wesselmann zu kommentieren und so miteinander und mit der Referentin ins Fachgespräch zu kommen.

Ausblick

Weitere Informationsveranstaltungen für Lehrkräfte aus NRW werden noch in diesem Schuljahr unter Beteiligung von Kolleginnen aus Stolberg ausgerichtet werden. Das hohe politische Interesse an MINT-Bildung bereits im Elementarbereich hat die Telekom Stiftung dazu bewogen, auch eine 2. LuPE-Projektphase ab 2017 zu fördern. Die beteiligten Kolleginnen des BK Simmerath-Stolberg arbeiten dazu bereits in diesem Schuljahr auf der Basis bestehender Unterrichtserfahrungen an weiteren Projektideen.